24. Tag: Inkatrail (1. Tag)

24. Okt. 2014

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Inka-Pfad

Wenn die Römer ein mächtiges und effektives Strassennetz hatten, war das der Inka doppelt so gross oder grösser. Das Netz hiess Capac Ñan (königlicher Weg), und alle Strassen waren mit Cusco verbunden. Im Hinblick auf die Länge vergleichbar mit der chinesischen Mauer, war das Strassennetz der Inka etwa 60 000 Kilometer lang und verband sechs heutige Länder der Anden: Peru, Kolumbien, Ecador, Chile, Bolivien und Argentinien.

Die Kommunikation unterlag den Boten namens chasquies, die von Jugend an darauf trainiert wurden, lange Enfernungen zurückzulegen. Sie hatten immer ein pututu (ein Muschelhorn) dabei, um ihre Ankunft kundzutun, und ein Quipu, in dem sie die Informationen mitbrachten. Heutzutage ist der berühmte Camino del Inca (Inka-Trail), der von Cusco nach Machu Picchu führt, nur noch ein winzigert Teil des ursprünglichen, riesigen Strassennetzes der Inka.

Für viele Peru-Reisende stellt der Inkatrail zu den sagenumwobenen Ruinen Mach Picchu immer noch der Höhepunkt ihrer Reise dar. Der Inkatrail kombiniert auf einmalige Weise faszinierende Berglandschaften, Inkaruinen und dichte Nebelwälder. Der Weg gehört zu den beliebtesten Trekkingrouten Lateinamerikas, und jedes Jahr geniessen Tausende die einmalige Atmosphäre der Strecke, die wie auch Machu Picchu von den Spaniern nie entdeckt wurde. Während die ersten Forscher 1911 nach Macu Picchu gelangten, fand eine schwedische Expedition den Nachschubtrail erst im Jahr 1942. Seitdem hat sich viel getan: Der rund 45 Kilometer lange Weg wurde restauriert, vermessen und schliesslich als Tourismusziel entdeckt.

Aufgrund zunehmender Besucherzahlen wurde die Anzahl der Wanderer, die pro Tag auf den Trail gelassen werden, auf 500 Touristen, Guides, Träger und Köche beschränkt. Zudem ist man gezwungen, sich einer organisierten Tour anzuschliessen.

Der viertägige Trail wurde mir mit etwas über €500 in Rechnung gestellt (alles inklusive von und bis Cusco).

 

Heute morgen früh geht es los auf den Inkatrail:

 

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Profil

 

 

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Wir fahren mit dem Bus von Cusco nach Piscacucho an schneebedeckten 5000er vorbei

 

 

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Start ist beim berühmten km 82 der Cusco-Aguas Caliente-Bahn auf 2667 m. Unsere Gruppe besteht aus drei jungen Engländern tamilischen Ursprungs, zwei Spaniern (Vater und Sohn) einer Argentinierin und mir

 

 

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Wir wandern auf harmlosen Pfaden durch tropische Landschaft

 

 

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Kein Stigma, sondern ein zerdrückter Marienkäfer. Damit werden Stoffe gefärbt

 

 

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Die Inkaanlage Llactapata. Oben der urbane Teil, unten der landwirtschaftliche. Die Formen der unteren Mauern folgen dem Flusslauf. Das Ganze ist sehr schön anzusehen

 

 

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Unsere Träger rennen mit ihren schweren Lasten voraus. Auf dem Inkatrail muss alles mitgebracht werden: Essen, Küche, Zelte

 

 

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In der Gegend von Tarayoq machen wir Mittagshalt. Das sind keine Hundenäpfe, sondern gedacht, um unsere Hände zu waschen

 

 

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Esszelt

 

 

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Nach dem Essen geht es gemütlich weiter

 

 

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Nach rund fünfstündiger Wanderung kommen wir an unserem ersten Schlafplatz in Wayllabamba auf 3000 m Höhe an. Unsere Zelte haben die Träger schon aufgestellt. Ich geniesse den Luxus eines Einzelzeltes (ganz rechts)

 

 

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Die fixen sanitären Einrichtungen sind recht einfach

 

Morgen folgt der anstrengendste Tag.

 

 

 

 

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